Schlagwort: woman

Arbeiten / Works

Ohne Titel IV / Untitled IV (Adela Liculescu)

31. Dezember 2018

Im Biedermeier wurde nicht nur durch die herannahende industrielle Revolution, die durch die Demokratisierung der Produkte eine grundlegende Veränderung der politischen Machtgefüges auslöste, die gesellschaftlichen Verhältnisse neu definiert, es erlebte auch die Musik einen neuen Stellenwert. Da die Entwicklung der technischen Wiedergabe von Musik noch nicht stattgefunden hat, war man auf Musiker angewiesen. Ebenfalls galt es als Zeichen von Stand und Klasse ein Musikinstrument zu beherrschen, da man dem Adel nichts nachstehen wollte. Für junge Damen gehörte es zum guten Ton ein Instrument zu erlernen, dieses Können wurde dann zu Hause im Salon für die Gäste zum Besten gegeben.

Die Nachfrage nach guten Instrumenten war gross und machte einen einträglichen Lebensunterhalt möglich.
Allein in Wien, dem Kulturzentrum der westlichen Welt, waren in dieser Zeit über 80 Klaviermanufakturen tätig.
Die einzige heutige noch existierende österreichische Klaviermanufaktur, die seine Wurzeln im Biedermeier hat, Bösendorfer, gegründet 1828, hat meine Wenigkeit dazu eingeladen, Portraits junger Künstler, deren herausragendes Können mit dem Titel „Bösendorfer-Artist“ geadelt wird, zu machen.

Es ist mir nicht nur eine grosse Freude, es ist mir eine grosse Ehre, der ich versuche gerecht zu werden.
Mein Ansatz der Fotos ist wieder ein klassizistischer, eine Darstellung, die der historischen Bedeutung dieses Unternehmens gerecht zu werden versucht, denn die Rolle Wiens als kultureller Nexus der westlichen Welt ist untrennbar mit den Gründern, Ignaz und Ludwig Bösendorfer verbunden.

Die dargestellte Künstlerin ist die grossartige und ausserordentlich talentierte Adela Liculescu, von deren Können und Hingabe ihresgleichen sucht.
Der grösste Kritiker des Künstlers ist der Künstler selbst, aber von allen Fotos, die ich 2018 machen durfte, ist dieses unter meinen Top 3.

 

 


 

In the era of ‚Biedermeier‘, on the eve of the industrial revolution, not only society and the balance of political power underwent great changes, also music gained great significance. The development of musical reproduction hasn’t happened yet, so listeners depended on musicians.
Status and class required that – mostly – young ladies had to learn an instrument and their skills were presented to the respectable society in the parlour at home.

Thus the production of good instruments was a rapid growing business and could provide a profitable livelihood.
In that time there were over 80 piano manufactories just in Vienna, which was the center of the cultural world back then.
The only still existing austrian company of that time, Bösendorfer, has invited me to portray young artists, whose exceptional skills as pianists are ennobled by the company with the title „Bösendorfer-Artist“.

It is a great pleasure and honor for me, a honor I try to live up to.
My approach is classicistic, a depiction that tries to measure up to the meaning of this company, because the role of Vienna as cultural nexus of western civilzation is inseparable bound to the founders, Ignaz and Ludwig Bösendorfer.

This young artist is Adela Liculescu, a exceptional talented and gifted pianist with a bright future ahead of her.
The artists biggest critic is the artist himself, but of all my works in 2018, this photo is in my personal top 3.

Damals / Back Then

Streublümchen / Oddball

30. Oktober 2017

“So lebten die Bürger zwischen konservativen Wertsinn und Fortschrittstüchtigkeit. Das Genre, das sie sich geschaffen hatten, war traulich und bergend. Der Zeitgeist mochte mit den Maschinen sein, aber er hielt seine Flügel auch über Streublümchen.”
(p13)

 


 

“The bourgeoisie lived between conservative values and progressive efficiency.  The realm they created was cozy and protected. The zeitgeist may have been with the machines, but also had the oddball under its wings.”

 

 

Annemarie Weber, Immer auf dem Sofa – Das familiäre Glück vom Biedermeier bis heute.
Severin und Siedler, Berlin, 1982
ISBN 3-88680-039-3
Bild: Carl Spitzweg, Jugendfreunde, CCC
Arbeiten / Works

Frau Einen Brief Lesend / Woman Reading A Letter

27. April 2017

Eine junge Frau liest einen Brief. Versunken in der Lektüre vergisst sie ihre Umgebung. Ihr zartes Lächeln deutet auf einen amourösen Inhalt hin.

A young woman is reading a letter. Absorbed by this message she forgot her surrounding. Her airy smile suggests an amouros content.

Michelangelo Pittatore
geboren am 12.2.1825 in Asti/Italien, gestorben 24.3.1903 in Asti/Italien.
Bekannt als Maler religiöser Motive bekam er mit 20 Jahren vom „Höchsten Orden Der Heiligsten Verkündung“, einem römisch-katholischen Ritterorden, den Auftrag für Maria Christina von Neapel-Sizilien zu arbeiten. In Rom widmete er sich Stilleben und Darstellungen des Alltags seiner Zeitgenossen, bevor er 1859 in nach Asti zurückkehrte. 1868 zog er nach London, wo er Zugang zu den höheren Rängen der viktorianischen Gesellschaft erlangte. Der Höhepunkt seiner Karriere war eine Ausstellung and der „Royal Academy Of Arts“. 1872 kehrte er in seine Heimat zurück, ab 1880 macht sich in seinen Gemälden der Einfluss der erstarkenden Photographie bemerkbar.

 

Born on 12.2.1825 in Asti/Italy, died on 24.3.1903 in Asti/Italy.
Known for his religious works in 1845 he gained a commission from the „Supreme Order of the Most Holy Annunciation“, a roman-catholic order of knights, to work for Maria Christina on Naples and Sicily. In Rome he dedicated his work to still-life and genre works, in 1859 he returned back home to Asti. As he moved to London in 1868 he gained access to the upper echelons of the victorian society, the zenith of his career was an exhibition in the „Royal Academy Of Arts“. 1872 he returned home and since 1880 his works showed the increasing influence of photography.
http://www.wikiwand.com/en/Michelangelo_Pittatore

Arbeiten / Works

Mädchen Mit Buch / Girl With A Book

20. April 2017

Eine junge Frau verdeckt mit einem Buch ihren Mund. In ihrem Gesicht ist ein leichtes Lächeln, ihr Blick ist versunken und nach innen gerichtet. Vielleicht hält sie ihr Tagebuch in der Hand?

A young woman covers her mouth with a book. Her face shows an airy smile, her gaze is absorbed and bound inwards. Maybe she holds her diary in her hands?

Pietro Rotari
geboren am 30.9.1707 in Verona/Italien, gestorben 31.8.1762 in St. Petersburg/Russland.
Zu Beginn seiner Karriere machte er sich als Maler religiöser Motive einen Namen, als Portraitmaler schuf er in Italien, Wien und Dresden zahlreiche Werke bevor er in St. Petersburg Hofmaler am Zarenhof wurde. Dort portraitierte er auch Menschen aus dem „einfachen Volk“ und der russischen Gesellschaft, bis dato existieren noch über 360 dieser meist anonymen Gemälde.
https://de.wikipedia.org/wiki/Pietro_Rotari

Born on 30.9.1707 in Verona/Italy, died on 31.8.1762 in St. Petersburg/Russia.
He had his first success as a painter of religious scenery, later he accomplished many works in Italy, Vienna and Dresden as painter of portraits. Then he settled on the czars court as court painter in St. Petersburg. He also depicted peasants and people of russia’s society, today remain still more than 360 paintings of mostly anonymous folk.
https://en.wikipedia.org/wiki/Pietro_Rotari

Arbeiten / Works

Winternachmittag / Afternoon In Winter

31. Januar 2017

Dies ist so eine Art Premiere.
Zu diesem Bild gibt es keine Vorlage. Das Photo ist spontan an einem Nachmittag im Winter 2017 entstanden.
Erst vor Kurzem bin ich im Zuge von Recherchen für dieses Projekt über den dänischen Maler Vilhelm Hammershoi (1864-1916) gestolpert, wie Jan Vermeer ein wahrer Meister des Lichtes. In seiner Sachlichkeit und seinem Realismus hat er möglicherweise Edward Hopper inspiriert, die Bilder haben trotz des Minimalismus ähnliche atmosphärische Dichte.
Tief beeindruckt von seinen Werken geisterte seitdem der Wunsch nach Umsetzung dieser nordischen Stimmung in meinem Projekt herum.

 

This is some kind of premiere.
There’s no template for this picture. This photo was shot very spontaneous on a winters afternoon in 2017.
Recently I stumbled over the danish painter Vilhelm Hammershoi (1864-1916), like Jan Vermeer a true master of light. His objectivity and realism may have inspired Edward Hopper, in spite of their minimalism, the pictures show similar atmospheric intensity.
I am deeply impressed by his works and wanted to realize this nordic mood in my project.

 

Ein riesengrosses „Danke“ an Karin, die sich so spontan meiner Begeisterung anvertraute und ohne zu Zögern mitmachte!

Arbeiten / Works

Mädchen, Bei Kerzenlicht Einen Brief Lesend / Girl Reading A Letter By Candlelight

6. Januar 2017

Eine junge Frau liest versonnen eine Nachricht bei Kerzenschein. In ihrem Gesicht ist ein leichtes Lächeln angedeutet, was, auf der einen Seite, Rückschlüsse auf den Inhalt der Nachricht geben mag, und, auf der anderen Seite, den Betrachter Zeuge eines intimen Momentes macht.

A young woman is reading a message by candlelight. Her face suggests an airy smile, which, on one hand, gives conclusion on the subject of the message, and, on the other hand, makes the viewer a witness of an intimate moment.

 

Jean-Baptiste Santerre
geboren am 23.3.1651 in Magny-En-Vexin/Frankreich, gestorben 21.11.1717 in Paris/Frankreich.
Er war schon zu Lebzeiten ein bekannter und erfolgreicher Portraitmaler, seine religiösen Motive gelten als eher uninspiriert, jedoch erwarb er sich mit seinem Werk „Susanna im Bad“ Ruhm als Vorreiter der erotischen Malerei. Er galt als Mann von erlesenem Geschmack und seine Arbeiten zeichnen sich durch vorsichtige und raffinierte Arbeitsweise aus.

Born on 23.3.1651 in Magny-En-Vexin/France, died on 21.11.1717 in Paris/France.
Already in his lifetime Jean-Baptiste gained fame and success with portraits, his religious paintings are weighed rather uninspired, though his work „Susanna at the Bath“ made him a precursor in erotic painting. He was considered as a man with exquisite taste and his works show a refined and careful method.
https://en.wikipedia.org/wiki/Jean-Baptiste_Santerre

Arbeiten / Works

Automat / Automat

26. Dezember 2016

Eine junge Frau sitzt in einem Diner. Es gibt keine Hinweise, ob sie auf jemanden wartet oder aus eigener Entscheidung alleine sein möchte. Ihr Gesichtsausdruck ist nicht zu deuten und ihr Blick ist in sich gekehrt. In dieser Einsamkeit liegt Verletzbarkeit und die Stille ist greifbar.

A young woman sits in a diner. There are no clues if she is waiting for somebody or if she is alone by choice. Her facial expression can not be interpreted, her vision is bound inwards. There is vulnerability in this state of solitude and the silence is tangible.

 

hopperautomat

Edward Hopper
geboren am 22.07.1882 in Nyack/New York, gestorben 15.05.1967 in New York/New York.
Einer der bekanntesten Vertreter des amerikanischen Realismus, in seinen kühlen und minimalistischen Gemälden ist die Einsamkeit des modernen Menschen ein wiederkehrendes Thema. Seine Werke hinterliessen in der Populär-Kultur nachhaltigen Eindruck, wurden oft kopiert, adaptiert und beeinflussten in Ausdruck und Farbgebung die Filmindustrie.

Born on 22.07.1882 in Nyack/New York, died on 15.05.1967 in New York/New York.
One of the most famous painters of the „american realism“, his coolish and minimalistic works bring out the loneliness of modern man. Pop-culture was deeply influenced by his paintings, his works were often copied, adapted and affected the movies in expression and colouring.

 

Vielen, vielen Dank an Julia und Irene von der Swing Kitchen – für die tolle Unterstützung und die Begeisterung für das Projekt!
Schaut mal auf ein Essen vorbei, die Burger sind GROSSARTIG: http://www.swingkitchen.com/

Arbeiten / Works

Flitterwochen des Malers / The painters honeymoon

2. Dezember 2016

Ein junger Künstler ist bei der Arbeit, seine Partnerin beobachtet sein Tun genau. Die Arbeit bleibt dem Betrachter verborgen, im Vordergrund steht die Beziehung und Nähe des jungen Paares. Die Intimität der Szene legt auch den Schluss nahe, dass die junge Frau nicht nur Partnerin, sondern auch Muse des Künstlers ist.

A young artist is at work, his partner is watching his doing closely. The work stays concealed, the focus lies on the relationship of the young couple. The displayed intimacy indicates that the young woman is not only the partner, but also the artists muse.

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Frederic Leighton
geboren am 3.10.1830 in Scarsborough/North Yorkshire, gestorben 25.1.1896 in London/England.
Er war Maler, Illustrator und Bildhauer des viktorianischen Neoklassizismus. Beeinflusst durch Nazarener und die italienische Renaissance hatte er schon zu Lebzeiten grossen Erfolg und erlangte zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Frederic_Leighton,_1._Baron_Leighton
Born on 3.10.1830 in Scarsborough/North Yorkshire, died on 25.1.1896 in London/England.
He was painter, illustrator and sculptor in the age of  victorian neoclassicism, influenced by the nacarenes and the italian renaissance. Already during his lifetime he was very successful and achieved many commendations and distinctions.
https://en.wikipedia.org/wiki/Frederic_Leighton

 

Vielen, vielen Dank an Klaudia und Ralph – Ralph ist nicht nur ein grosser Künstler, er ist auch (Mit-)Eigentümer bei „Rothwerk“, einem Tattoo-Studio in Eisenstadt / Österreich. Seine Arbeiten sind in zahlreichen Magazinen zu bewundern und er selbst ist auf Tattoo-Conventions auf der ganzen Welt unterwegs.

Many thanks to Klaudia and Ralph – Ralph is not only a considerable artist, he’s also (co-)owner of the tattoo-studio „Rothwerk“ in Eisenstadt / Austria. His works are pictured in many magazines and he can be found on tattoo-conventions around the globe.

Mehr dazu / see more:
http://www.rothwerk.com/ralph/

Arbeiten / Works

Gestalt in einem Zimmer / Figure In A Room

27. November 2016

Eine junge Frau liest versonnen eine Nachricht. Der Inhalt dieser Nachricht hat ihre Aufmerksamkeit komplett absorbiert und ihre Umgebung vergessen lassen. In dieser Versunkenheit liegen Verletzbarkeit und Intimität. Einrichtung und Bekleidung lassen den Schluss zu, dass die junge Frau unkonventionell lebt.

A young woman is lost in reading. The subject of this message has absorbed her and made her forget her surrounding. This state shows vulnerablity and intimacy. Furniture and clothing imply an unconventional lifestyle.

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Frank Weston Benson
geboren am 24.3.1862 in Salem/Massachusetts, gestorben 15.11.1951 in Salem/Massachusetts.
Bekannt für seine realistischen Portraits und Vertreter des amerikanischen Impressionismus, stark beeinflusst durch Jan Vermeer, Diego Velazquez und den Boybands der Kunst-Szene, den französischen Impressionisten.

Born on 24.3.1862 in Salem/Massachusetts, died on 15.11.1951 in Salem/Massachusetts.
An American Artist known for his realistic portraits and american impressionist paintings, deeply influenced by Jan Vermeer, Diego Velazquez and the boybands of the art world, the french impressionists.
https://en.wikipedia.org/wiki/Frank_Weston_Benson

Das Gemälde war Gegenstand einer Fälschungsaffäre in der das berühmte britische Auktionshaus Christie’s involviert war.

The painting was part of a forgery affair which involved the famous british auction company Christie’s.

Arbeiten / Works

Briefleserin am offenen Fenster / Girl Reading A Letter At An Open Window

Eine junge Frau ist am offenen Fenster in einen Brief vertieft. Für die Zeit der Entstehung des Bildes wertvolle, weltoffene und symbolträchtige Gegenstände, sowie die Kleidung des Mädchens lassen den Schluss zu, dass es sich hier um eine wohlhabende Person handelt. Im Fenster kann man das angedeutete Antlitz als Reflexion erkennen.

Der unbestimmbare Ausdruck ihres Gesichtes gibt nur wenig Hinweis auf den Inhalt der Nachricht, trotzdem ist zu erkennen, dass es sich hier um einen besonderen Moment im Leben der jungen Frau handelt.

A young woman is lost in reading a letter at an open window. Considering her clothes and for this period precious, cosmopolitan and symbolic items she is a wealthily person. Her face is visible in the reflection of the opened window and although it’s indicated that this is a special moment in the girls life, her expression is indeterminable.

briefleserin-vermeer

 

Jan Vermeer van Delft,
getauft 31. Oktober 1632 in Delft; begraben 15. Dezember 1675 in Delft
Einer der bekanntesten holländischen Maler des Barock im Goldenen Zeitalter der Niederlande.
Bio von Jan Vermeer auf artsy.net

baptised 31. October 1632 in Delft, buried 15. December 1678 in Delft
One of the most famous dutch baroque painters of the nederlandse golden age.
Bio of the artist on artsy.net